Wie alles begann:

1992 eröffnete Dr. Peter Kutschera eine Ordination in seinem Wohnhaus in Hochstraß. Dort, wo vor der Renovierung die Hühnerställe waren. Zuerst als „kleine Ordi“ geplant, wurden die Ziele bald größer: Von Wagemut und Begeisterung getragen entstand die Idee, den Menschen eine möglichst umfassende und medizinisch hochwertige Betreuung aufs Land zu bringen. Es sollte doch möglich sein mit entsprechenden effizienten diagnostischen Möglichkeiten den Patienten Zeit und Wege zu sparen.

Die logische Folge war bald, Fachärzte mit dazu zu holen. Dieses Erfolgsmodell bekam bald eine eigene Dynamik und entwickelte sich aus sich selbst weiter. Durch die enge Zusammenarbeit und die direkte Kommunikation der betreuenden Ärzte und Mitarbeiter ergaben sich für die Patienten viele Vorteile und die Nachfrage wuchs ständig.  Die Organisation  wurde alsbald immer komplizierter und aufwändiger. 2010 war die räumliche Situation beinahe schon prekär, alles platzte aus allen Nähten und wir wussten, dass einige große Entscheidungen anstanden, wie es nun weiter gehen solle.

Ein Umbau im Haus kam nicht in Frage, weshalb bald klar, dass wir neu bauen mussten. Groß genug für alle bereits mitarbeitenden Ärzte und genügend Platz für alle, die wir noch gerne dabei haben wollten. So nahmen wir all unseren Mut zusammen und 2012 eröffnete das Ärztezentrum Hochstraß seine Pforten mit 4 Ordinationsräumen,  1 Therapieraum, einem großen Wartebereich, Labor, Teeküche, Lager, … auf 2 Etagen.  

 

Es waren Notwendigkeiten und praktische Erfordernisse, die den Anstoß für das Erbauen des Ärztezentrums gegeben haben, beseelt war es jedoch von Anfang an von der Idee der engen Zusammenarbeit der Ärzte, Therapeuten und Mitarbeitern, ohne Hierarchien und persönlicher Eitelkeiten. Im Zentrum stehen die Medizin und der Patient oder besser gesagt der Mensch, der eine Lösung für seine gesundheitlichen Probleme sucht. Dieser Zugang ist für alle Beteiligten bereichernd und erfüllend, denn am Ende des Tages ist es das, was zählt: Der Sinn in unserem Tun, aus dem man Kraft schöpft und den Mut jeden Tag aufs Neue der Verantwortung und den Erfordernissen zu begegnen, die diese Berufung mit sich bringt. Die Beziehung Arzt/Patient oder Therapeut/Patient ist immer auch eine persönliche und man wird zu einem Teil des Lebens der Patienten und  nimmt an ihrem Schicksal teil.

Was ist:

Das Ärzte- und Therapeutenteam des Ärztezentrums ist „handverlesen“. Nicht kollegiale Freundschaften sondern die Kombination aus fachlicher und menschlicher Qualifikation sind  die Grundlage für unsere Zusammenarbeit. Bei aller Unterschiedlichkeit der verschiedenen Charaktere haben wir eine gemeinsame Basis: Die Art, wie wir Erfolg definieren.

Nichts macht Ihren Arzt  erfolgreicher und freudiger als wenn er im engen Dialog auf Augenhöhe mit dem Patienten die mitunter lange gesuchte Diagnose findet, eine Behandlung einleiten kann und dabei hilft, einen Patienten nachhaltig gesund zu machen.

Sowohl für den Therapeuten als auch  für den Arzt ist die über die Heilung hinausgehende Gesundheit das Ziel, das uns verbindet, uns anspornt und wir hadern, wenn wir uns mit weniger zufrieden geben müssen. Umso mehr brauchen wir einander als Team. Zur ständigen Verbesserung, konstruktiven Kritik, zum Austausch und nicht zuletzt als Stütze. Davon profitiert der Mensch  ob er nun Patient, Arzt, Therapeut oder Mitarbeiter in unserem Zentrum ist. Wir sehen es als Zentrum für Ärzte und Therapeuten, in dem der Mensch im Zentrum steht, in dem er sich geborgen fühlen kann.

 

Die Ausrichtung des Ärztezentrums folgt in erster Linie  der evidenzbasierten Medizin und sie entsteht dort, wo Patientenwerte,- erwartungen, die klinischen Erfahrungen des Arztes und die Evidenz wissenschaftlich anerkannter Studien einander überlappen. Der wissenschaftliche Gedanke ist eine wichtige Prämisse unserer Arbeit. Er schützt vor Arroganz, fordert eine gewisse Demut und spornt zum Lernen an. Auch als Arzt darf man nie denken, dass man alles weiß.  Auf den Mappen, welche die Patienten bei einer Vorsorgeuntersuchung mitbekommen, steht: „Erst Diagnose – dann Therapie“ und das hat sich für unsere Arbeit als Leitsatz sehr bewährt, insofern als er dem Prozess eine klare Struktur gibt.

Die Medizin ist ein weites Feld und umfasst Vorbeugung, Erkennung, Heilung und Behandlung, Rehabilitation oder Linderung von Krankheiten und deren Komplikationen. Auch der Mensch selbst ist „weites Feld“, wenn man so will, als emotionales, soziales Wesen in einem wundervollen aber verwundbaren Körper mit komplizierten Abläufen zwischen Zellen, Organen, Organsystemen und persönlichem Erleben.

Als medizinische Einrichtung, dessen Zentrum die Gesundheit des Menschen bildet, wollen wir allen diesen Aspekten gerecht werden, weswegen wir Ärzte und Therapeuten beinahe aller Fächer beherbergen.

Die Chirurgie wird von OA Dr. Albert Feichter plasitscher Chirurg (Spezialist für Handchirurgie) und  OA Dr. Florian Schneider abgedeckt. Dr. Schneider ist Leiter des Hernienzentrums im St. Josef Krankenhaus, 1130 Wien. Florian ist der jüngste Arzt in unserem Team und zeichnet sich durch Zielstrebigkeit und Arbeitswillen aus. Er ist strukturiert und fokussiert und vergisst nie den Namen eines Patienten.

Dermatologe ist OA Dr. Robert Feldmann. Er ist Oberarzt im KH Hietzing und jemand, mit dem man lachen kann. Phantastischer, trockener Humor!

Als Fachärztin für Gynäkologie kommt ab 1. März DDr. Anastasiya Krusche ins Team. Eine Frau mit einer gesunden Portion Menschenverstand, charmantem Humor und einem ausgeprägten Sinn fürs Praktische!

Als Hals-Nasen-Ohren- Spezialist konnten wir OA Dr. Armin Weiser für das Ärztezentrum gewinnen. Kinder lieben ihn. Es muss an seiner selbstsicheren, authentischen Art liegen, dass sie sich derart wohl bei ihm fühlen.

Als Allgemeinmedizinerin mit Schwerpunkt Homöopathie eröffnet Dr. Kristina Schönleitner ebenso ab 1. März 20 ihre Ordination. Wir durften sie als aufgeweckten, neugierigen und offenen Menschen kennenlernen und freuen uns riesig auf die Zusammenarbeit.

OA Dr. Stephan Egger deckt Innere Medizin und Rheumatologie ab. Er ist unglaublich vielseitig, ein loyaler Freund und bei den Kollegen und Patienten sehr beliebt.

Mit OA Dr. Theodor Wanke, FA für Lungenkrankheiten verbindet uns eine lange, gut bewährte Zusammenarbeit. Gemeinsam mit seiner Frau Verena ordiniert er einmal monatlich samstags im Ärztezentrum.

OA Dr. Thomas Wolf ist FA für Neurologie im Krankenhaus Wiener Neustadt, liebevoller Vater und engagierter Arzt, der besonders auf seine Patienten eingehen kann.

Erkrankungen der Schilddrüse betreut OÄ Dr. Gabriele Krotla, Fachärztin für Nuklearmedizin. Sie hat schon in der Ordination im Wohnhaus Dr. Kutscheras mitgearbeitet. Sie gehört  zu den einfühlsamsten und freundlichsten Menschen auf diesem Planeten.

Seit Herbst 2019 arbeitet auch Dr. Ulrike Haller Allgemeinmedizinerin und Fachärztin für Orthopädie mit und sie ist eine große Bereicherung für unsere Patienten. Ihr ist es wichtig, alle sinnvollen,  konservativen Behandlungsmethoden auszuschöpfen, bevor es zur OP kommt. Was sie auszeichnet, ist ihre Ausdauer und ihr enthusiastischer Eifer, ist sie erst einmal überzeugt.

Diese Prämisse tragen auch unsere beiden Physiotherapeuten Sophia Billeth, Bsc und Andreas Schweighofer mit, sowie Ingeborg Dürmoser, die sich der Cranio-Sakralen Körperarbeit widmet. Sophia bringt Sonnenschein, Zuversicht und Lerneifer ins Team. Sie kann sich ganz auf jeden einzelnen Patienten einlassen, was diese natürlich ungeheuer zu schätzen wissen.

Andreas ist mit Sicherheit der sportlichste und wirkt Wunder wenn es um die Motivation der Patienten geht!

Inge Dürmoser ist ausgleichend, positiv und genau die richtige, wenn man Kummer hat. Sie weiß, dass alles wieder gut wird.

 

Ab März 2020 bietet Fr. Mag. Martina Spitzer Hypno- Psychotherapie an und wendet sich damit unter anderem an Patienten mit Ängsten, Zwängen, Depressionen und Burnout sowie mit Kinderwunsch. Sie kann ihren Patienten in allen Bereichen ein gutes Vorbild sein und sie weiß, wovon sie spricht.

FA für Urologie ist Dr. Helmut Klein, ebenso wie Fr. Krotla ein „Urgestein“ der Ordination. Er ist ein unaufgeregter und souveräner Mensch, bei dem man sich aufgehoben fühlt. 

Die allgemeinmedizinische Versorgung wird Mo-Do bis 14:00 von Fr. Dr. Wannemacher bestritten. Sie ist eine quirlige Person, die mit offenen Armen auf Menschen zugeht und jedem Patienten viel Zeit widmet. Zusätzlich besucht alle 2-3 Monate Dr. Kutschera seine alte Heimat und ordiniert für cirka 2 Wochen im Ärztezentrum zu den gewohnt ausgedehnten Öffnungszeiten.

Seit kurzem stellt vor allem an den Wochenenden die medizinische Versorgung viele Menschen in der Region vor eine große Herausforderung. Akute Erkrankungen kann man leider nun mal nicht planen. Gerne wollen wir diesen Bereich noch ausbauen, nur fehlen uns zusätzliche engagierte Allgemeinmediziner. Vielleicht kommt es über die Zeitung zu der richtigen Person?

Unseren Patienten wird eine umfangreiche fachärztliche und therapeutische Versorgung auf höchstem Niveau geboten. In der Region. Mit langjährige Erfahrung. Ständiges Anpassen und Verbessern des Angebots. Ärzte, die sich gegenseitig anspornen, die sich fachlich austauschen und gegenseitig bei schwierigen Fragestellungen unterstützen.

Keiner der Ärzte oder Therapeuten hat einen Kassenvertrag. Wir waren sehr daran interessiert, ein PVE, eine primäre Versorgungseinheit, aufzubauen, wie sie zurzeit von der Politik gefordert werden. Offensichtlich finden sich dazu viele Gemeinsamkeiten und wir waren überzeugt durch die gegebene Infrastruktur und unsere Erfahrung punkten zu können. Unserer Idee hat man jedoch von öffentlicher Seite insofern gestoppt, als man uns die dafür erforderliche Kassenstelle nicht zuteilte.

 

Hochstraß ist einer der zentralsten Orte Niederösterreichs. An der A21 gelegen, nahe dem Knoten Steinhäusl, erreicht man sowohl St. Pölten, Baden, Mödling, Tulln, Wien-West und Wien-Süd innerhalb von 30 Minuten und liegt somit auch genau zwischen diesen Krankenhäusern. Ein idealer Standort, um Ambulanzen zu entlasten.

Was kommt:

Für die nahe Zukunft haben wir deshalb geplant uns besser und intensiver mit Ärzten, Therapeuten und gesundheitlichen Institutionen in der Region rund um Hochstraß zu vernetzen und soweit gewünscht auch abzustimmen. Darüber hinaus haben wir für 17. April einen Tag der offenen Tür geplant, wo sich Patienten und Kollegen aus der Umgebung sich vor Ort über unser Angebot informieren und unser Ärzte und Therapeuten persönlich kennenlernen können.

 

Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt dreht sich um die Informationsflut, die über das Internet und social media verbreitet wird. Oft sind Patienten verunsichert. Zu recht. Teilweise findet man informative, gut recherchierte Artikel, deren Zweck es offensichtlich ist, aufzuklären. Viel zu oft aber ist die Qualität zweifelhaft und die Information widersprüchlich.  Wie oben schon beschrieben ist die Medizin ein beinahe unendliches Feld. Fragt man einen Allgemeinmediziner, was das schwierigste an seiner Arbeit ist, wird er wohl antworten, das sei der Umfang seines Gebietes.

Die Ausbildung zum Facharzt dauert zusätzlich einige Jahre und ist sie zu Ende, so steht  man immer noch am Anfang. Und mit den ständig neuen Erkenntnissen reicht ein Menschenleben mit Sicherheit nicht aus, um die Medizin in all seinen Details zu lernen. Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man sich medizinische Tipps holt in diversen Foren und auch wenn es noch so verlockend klingt:  Propagierte Allheilmittel für alle Beschwerden? Das ist leider zu schön um wahr zu sein.

Unser Anliegen ist es, den mündigen Patienten anzusprechen und zu informieren.  Mit dem wissenschaftlichen Gedanken als Fundament. Gleichzeitig und/oder gerade deswegen ist die Öffnung hin und Integration  von komplementärmedizinischen Konzepten unumgänglich.  

In Form von Vorträgen im Ärztezentrum, die gratis von interessierten Patienten besucht werden können und Artikel, die wir über die Homepage zu Verfügung stellen, folgen wir einer gewissen Verantwortung und einer Informationspflicht, für all jene, die sich fundiert informieren wollen oder die sich verständlicherweise in dem Informationsdschungel nicht mehr zurecht finden.