Dr. Peter Kutschera

Praktischer Arzt, Notarzt

Wahlarzt

Vorsorgeuntersuchung alle Kassen


Liebe Patienten,                                                                 26.5.2020

es sieht danach aus, als hätten die gemeinsamen Anstrengungen Corona in die Pause geschickt. Wir alle haben gelernt die Ansteckungsgefahr zu minimieren durch Rücksicht, Achtsamkeit und Wissen.

Leider lassen sich weder Brustkrebs, Schlaganfälle, Prostataerkrankungen etc. auf Pause schicken. All diese Erkrankungen gibt es natürlich weiter und auch hier könnte Achtsamkeit viel Leid und Sterben verhindern.

Mit so einfachen Tests wie Harn, Blut , Stuhl- Untersuchungen, dem Tastbefund und ergänzende Ultraschalluntersuchung lässt sich so viel erkennen bevor das Schicksal unausweichlich Wendung nimmt.

Entsprechend der Statistik weiß man auch wieviel Rechtzeitiges dem Coronaschock zum Opfer gefallen sein muss ...

Anfang Juni komme ich wieder nach Österreich um daran mitzuarbeiten, dass nicht dem Corona die Verzweiflung durch Übersehenes folgt.

Sie sind herzlich eingeladen wieder vorzusorgen und gleichzeitig zu evaluieren ob Sie in die Anspruch auf ein Coronarisikoattest haben.

Übrigens : Das vorgegebene Wartezimmermanagement hält das Ansteckungsrisiko im Ärztezentrumbereich wahrscheinlich deutlich niedriger als in den meisten anderen Teilen des öffentlichen Lebens.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

Peter Kutschera


Zur aktuellen Lage:

Liebe Patienten,
leider halten mich die Reisebeschränkungen weiter in Norwegen fest,  und so fühle ich zwei Herzen in meiner Brust da ich selbstverständlich auch für meine treuen Patienten zur Stelle sein möchte.
Ich biete ihnen gerne an, mich bei speziellen Fragen einfach auf Whatsapp anzurufen.
Langsam tauchen nun Gott sei Dank  die ersten Hoffnunggsstrahlen am Horizont auf, die ein Abflauen der Krise andeuten.
Ich bitte Sie  daher weiter durchzuhalten  und die so sinnvollen Maßnahmen der Regierung weiterhin zu befolgen. Ich meine, dass der österreichischen Regierung für ihr beherztes und mutiges Vorgehen in dieser Krisensituation  großes Lob gebührt. Aber ein vielleicht noch größeres Lob verdient die Bevölkerung die aller Isolation zum Trotz zu einem erstarkten  Miteinander gefunden hat indem  jeder einzelne dazu bereit war und ist ein Opfer für die Allgemeiheit auf sich zu nehmen. Diese Schadensbegrenzung wird allen zu Gute  kommen.
 
Natürlich sind jetzt alle Augen auf Corona gerichtet, und die anderen Krankeiten rücken aus dem Blickfeld. - Und das macht mir ein etwas mulmiges Gefühl in der Maengegend. Ich weiß einfach aus der Staistik wie viele gravierende Erkrankungen anlässlich meiner sproadischen aber doch  regelmäßigen Österreichordinationen jedes Mal  entdeckt wurden  und ich kann mir ganz einfach ausrechnen wie viel nun auf der Strecke geblieben  ist und  mit wie vielen indirekten Coronafolgekatastrophen somit zu rechnen sein wird - und wie wichtig es jetzt sein wird nach der Krise eine  weitere Schadensbegrenzung anzugehen indem alles Liegengebliebene aufgearbeitet wird.
 
Ich kündige hiermit an meinen Beitrag leisten zu wollen indem ich nach der Krise etwas dichter nach Österreich kommen werde um meinen Beitrag im Aufarbeiten dessen zu leisten was verständlicher weise unter dem  Coronabann nicht gesehen werden konnte . Ich erachte es als meine Pflicht mitzuhelfen die gesundheitlichen  Folgeschäden zu minnimieren - Folgeschäden weil einfach vieles während der Krise  - durch den Ausfall jeglicher Routineuntersuchungen und -kontollen  -   nicht diagnistiziert ond somit auch nicht behandelt werden konnte. ( so musste  z.B vieles  in Hinblick auf die  Krebsfrüherkennung ausgesetzt werden)
 
Einstweilen  bitte Sie aber  weiter durchzuhalten und den Anweisungen der Regierung zu folgen.
 
Mit größtem Respekt für die Opferbereitschaft eines jeden einzelnen
 
Ihr
Peter Kutschera

Seit 1.11.15 arbeitet Dr. Kutschera mit großer Freude in einem Primärversorgungszentrum im Süden Norwegens mit.

 

Besonders freut uns aber, dass er bei seinen Heimataufenthalten immer wieder bei uns ordiniert. Genaue Termine und Zeiten geben wir rechtzeitig auf unserer Homepage bekannt!

 

Der nächste Urlaub im Ärztezentrum ist für 24.2. - 6.3.20  geplant. Terminvereinbarungen sind ab sofort möglich.


 

Aus der Reihe: "Auch Ärzte sind Menschen":

 

5 Fragen an Peter Kutschera:

 

Wie ist es dazu gekommen, dass Sie sich für Ihren Beruf entschieden haben?

 

Kurz gesagt die Kombination von Faszination, Schreck und durchgemachter existentieller Krise

Detail im Zeitraffer: nach der Matura gelang es mir, in der Kunstakademie Meisterklasse Prof Hausner aufgenommen zu werden. Ich war zugegeben nicht reif genug um dem in mir selbst aufgebautem Erfolgsdruck in einer Atmosphäre geprägt von gnadenlosem Konkurrenzkampf stand zu halten.

Aber so wie es sich mit allen schwierigen Lebenssituationen verhält galt es nur,  das Positive daran zu finden; zugegeben, in Demut dem Wink des Schicksals zu folgen.

Den Wink hatte ich noch im Rahmen des Malereistudiums erhalten. Die tiefe Erschütterung, die ich im Seziersaal beim  Zeichnen toter ungeborener Kinder erlebt hatte, stellte die inneren Weichen zum Medizinstudium hin.

Aus dem Malereistudium  konnte ich aber sehr wohl auch etwas mitnehmen.

Ich hatte ein Jahr lang "schauen" gelernt, und ich hatte erfahren wie wichtig es sein muss, anderen Menschen mit guter Intention gegenüberzutreten

 

 

Was gefällt Ihnen am besten an Ihrer Arbeit?

 

Das stete Üben sich jemandem zu widmen und die unentwegte Notwendigkeit weiter zu lernen.  Kurzum aus dem Überwinden der der eigenen Begehrlichkeiten strömt letztendlich viel mehr Gutes zurück als ich sonst erreichen könnte.

Denn Hand aufs Herz : um rein für andrer Menschen da zu sein, um ein kostbarer Mensch zu werden, braucht man weder Studium noch Ansehen

 

Wie bleiben Sie gesund? Und allgemeiner: Was macht uns Menschen gesund?

 

Lebensfreude, nicht hadern, und den Blick auf die Chancen zu lenken  die sich selbst auch in den widrigsten Herausforderungen verbergen

 

Welchen guten Rat hätten Sie für Ihre Patienten?

 

Den Mut fassen Träume zu leben, denn aus all dem, wozu einem zu guter letzt der Mut gefehlt hat, entsteht der größte Verlust.

Nicht vergessen wofür es sich lohnt zu leben!

 

Und zu guter letzt: Welche Frage würden Sie noch an sich selbst stellen. Welche Fragen haben Sie vermisst im Interview?

 

 

Macht das ganze Leben einen Sinn? – ja einen wunderbaren.